Ressourcen · Methodik des Anbieters

Wie gradar aus Bewertungen Grades macht.

Laufbahnen, bewertbare Faktoren und eine eigene Belastungsstufe: die Methode hinter den Grade-Bereichen auf der Seite zur Stellenbewertung.

Methodik des Anbieters · Veröffentlicht von QPM, dem Hersteller von gradar, als Referenz für die auf der Seite zur Stellenbewertung genannte Methode. Die Ratgeberseiten selbst bleiben anbieterneutral.

Was die Methode ergibt

Jede Stelle erhält drei Werte: eine Laufbahn, ein Grade und, wo Belastung und Arbeitsbedingungen wesentlich sind, eine Belastungsstufe. Ein Ergebnis lautet zum Beispiel: Führungslaufbahn, Grade 14, Belastungsstufe B.

Das Grade ergibt sich aus bewerteten Faktoren. Die Belastungsstufe ergibt sich aus vier eigenen Faktoren mit je einer fünfstufigen Skala. Beides wird dokumentiert, sodass sich ein Grade auf die Bewertungen zurückführen lässt, aus denen es entstanden ist.

Grade-Bereiche

Eine Skala, vier Laufbahnen

Jede Laufbahn deckt ihren eigenen Bereich der 25 Grades ab. Job-Matching und Kompetenzlogik nutzen dieselben Bereiche.

EX-01 liegt auf Höhe von Grade 16, EX-10 auf Höhe von Grade 25; EX-11 bis EX-16 setzen die Skala darüber fort. Executive-Ebenen werden über Größenfaktoren bewertet.

Vergleichbar über Laufbahnen hinweg

Dasselbe Grade bedeutet ein gleichwertiges Anforderungsniveau, unabhängig von der Laufbahn.

Eigene Stufen möglich

Grades und Executive-Ebenen lassen sich je Laufbahn in unternehmenseigene Stufen übersetzen.

Grundlage für Matching und Kompetenzen

Laufbahn, Grade und globale Jobfamilie bestimmen Benchmark-Matches und Kompetenzen.

Laufbahnen

Die Laufbahnen im Vergleich

Die Laufbahn beschreibt, wie eine Stelle ihren Beitrag leistet, und bestimmt die bewertbaren Faktoren.

Fachlaufbahn

Die Stelle leistet ihren Beitrag vor allem durch die Anwendung und Weiterentwicklung spezifischer Kompetenzen, allein oder als Mitglied einer Organisationseinheit. Die Verantwortung reicht von klar umrissenen Aufgaben bis zur fachlichen Leitung einer Disziplin als Expertin oder Experte. Disziplinarische Führung ist keine Kernaufgabe.

Projektmanagement-Laufbahn

Kernaufgabe der Stelle ist das Projektmanagement: Koordination, Planung und Einsatz von Menschen, Ressourcen und Budgets in befristeten, einmaligen Projekten (Produkt oder Dienstleistung).

Führungslaufbahn

Im Mittelpunkt steht die disziplinarische Führung von Mitarbeitenden und Organisationseinheiten, gegebenenfalls mit Budgetverantwortung. Ergebnisse entstehen indirekt durch Führung, Entwicklung, Unterstützung und Motivation sowie den wirksamen Einsatz der verfügbaren Ressourcen.

Executive-Ebene

Gesamtverantwortung für Organisationen, Geschäftsbereiche oder einen Konzern; verantwortlich für das Geschäftsergebnis (GuV) und die Strategie im jeweiligen Bereich. Nur Executive-Positionen im operativen Tagesgeschäft, keine Aufsichtsratsmitglieder oder nicht geschäftsführenden Direktoren. Ergebnis ist eine Executive-Ebene EX-01 bis EX-16.

Bewertbare Faktoren

Jeder Faktor gehört zu einer EU-Kategorie

Belastung und Arbeitsbedingungen werden getrennt bewertet und als Belastungsstufe A bis E neben dem Grade ausgewiesen.

EU-KategorienFachlaufbahnProjektmanagement-LaufbahnFührungslaufbahnBewertungsergebnis
KompetenzenFachwissenGrade 1–25
Erfahrung
Kognitive Fähigkeiten und Problemlösung
VerantwortungPersonalverantwortungProjektverantwortung und FührungsspanneFührungsspanne und geführte Gruppe von Mitarbeitenden
Prozesse und KomplexitätProjektgröße und ProjektbudgetProzesse und Komplexität
Fachliche Verantwortung und EntscheidungsspielraumOrganisatorische Verantwortung und Entscheidungsspielraum
(Soziale) KompetenzenOrganisationswissen
Kommunikation
BelastungMentale und psychosoziale BelastungBelastungsstufe A–E
Körperliche Belastung
ArbeitsbedingungenUmgebungseinflüsse
Sonstige Belastungsfaktoren körperlicher, psychischer oder emotionaler Art

Executive-Ebene: Bewertung über Größenfaktoren, unter anderem die Art des Geschäftsbereichs und den Umfang der organisatorischen Verantwortung.

Belastungsstufe

Grade plus Belastungsstufe

Arbeitsbedingungen und Belastung werden bewusst getrennt bewertet und als eigene Belastungsstufe neben dem Grade ausgewiesen, zum Beispiel Grade 10 C. Probieren Sie es aus: Wählen Sie auf jeder Skala eine Stufe und sehen Sie, wie sich die Belastungsstufe ändert.

10 CGrade + Belastungsstufe
ABCDE
Belastungsstufe

Belastungsstufe C.

Mentale und psychosoziale Belastung

Stufe 3

Körperliche Belastung

Stufe 3

Umgebungseinflüsse

Stufe 2

Sonstige Belastungsfaktoren körperlicher, psychischer oder emotionaler Art

Stufe 2

Transparenz

Der Wert der Stelle und die Bedingungen der Arbeit bleiben unterscheidbar, statt ein paar Punkte im Grade zu verstecken.

Gleichwertige Arbeit

Wo Arbeitsbedingungen wesentlich sind, zählen Grade und Belastungsstufe zusammen für den Vergleich gleichwertiger Arbeit.

Keine Doppelzählung

Was bereits über Verantwortung, Komplexität oder andere Faktoren berücksichtigt ist, wird nicht noch einmal honoriert.

Das Ergebnis lesen

Das Grade sagt, wie eine Stelle gegen die Faktoren abschneidet. Die Belastungsstufe sagt, was die Arbeit die Person kostet, die sie ausübt. Wo Arbeitsbedingungen wesentlich sind, entscheiden beide zusammen, ob unterschiedliche Stellen gleichwertig sind.

Die vier Kriterien sind das gesetzliche Minimum; die Methode entscheidet, wie fein Sie sie bewerten.

Stellenbewertung und die vier Kriterien